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Newsletter März/April 2026
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Wege ins Wissenschaftsmanagement: Zwischen Projektpraxis und strategischer Gestaltung

Wissenschaftsmanagement ist kein klassischer Einstiegsberuf, sondern ein Arbeitsfeld, in das viele über unterschiedliche fachliche und berufliche Wege hineinwachsen. Dabei wird oft erst in der Praxis deutlich, welche zusätzlichen Kompetenzen erforderlich sind, um komplexe Aufgaben an der Schnittstelle von Wissenschaft, Organisation und Strategie fundiert gestalten zu können. Wie sie diesen Weg erlebt, beschreibt Miriam Simon, Studentin des weiterbildenden M.Sc. Wissenschaftsmanagement mit der Vertiefungsrichtung Wissenschaftsmarketing (FST 18), in ihren eigenen Worten.
Ich habe ursprünglich Betriebswirtschaftslehre studiert und bin ausgebildete Projektmanagerin. Mein Einstieg in internationale Forschungsprojekte hat mir schnell gezeigt, dass Projektmanagement im wissenschaftlichen Kontext deutlich komplexer ist als in klassischen Organisationen – weil hier unterschiedliche Logiken, Interessen und Systeme aufeinandertreffen.
Heute arbeite ich als Senior Research Operations Manager an der Maastricht University und koordiniere große europäische Konsortien. In meiner täglichen Arbeit geht es dabei längst nicht mehr nur um Koordination, sondern um strategische Fragen: Wie entstehen nachhaltige Strukturen? Wie positioniert man Forschung auf europäischer Ebene? Und wie bringt man Wissenschaft, Politik und Praxis sinnvoll zusammen?
Auf den M.Sc. Wissenschaftsmanagement bin ich genau aus diesem Grund aufmerksam geworden – weil ich nach fundierter Theorie gesucht habe, um diese komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und gezielter gestalten zu können. Überzeugt hat mich die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und direktem Praxisbezug. Besonders wertvoll ist für mich aber nicht nur der Input der Dozierenden, sondern vor allem der Austausch mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen – weil hier unglaublich viel Erfahrung, Perspektivenvielfalt und ehrliche Einblicke zusammenkommen.
Das berufsbegleitende Studium ist definitiv eine Herausforderung, aber genau das macht seinen Wert aus: Wir machen hier keinen „Master Light“, sondern einen anspruchsvollen Studiengang, der Zeit, Energie und echtes Commitment verlangt. Was ich bisher mitnehme, ist vor allem eines: Wissenschaftsmanagement bedeutet nicht nur, bestehende Strukturen zu organisieren, sondern sie kritisch zu hinterfragen und – wo nötig – aktiv weiterzuentwickeln. Genau darin sehe ich eine zentrale Aufgabe für die Zukunft.